Sieben Messetage, Hallen voller laufender Anlagen und zuletzt über 2.800 Aussteller aus 65 Ländern: Die interpack in Düsseldorf zeigt Verpackung und Prozesstechnik im Betrieb. Für Aussteller entsteht daraus eine reizvolle Aufgabe, denn das Entscheidende geschieht in Sekundenbruchteilen und oft tief im Inneren der Maschine. Genau dort beginnt die Arbeit von Bewegtbild und Medientechnik.
Eine Messe, auf der die Maschinen arbeiten
Die interpack findet alle drei Jahre auf dem Gelände der Messe Düsseldorf statt. Im Kalender stehen die Ausgaben 2029 und 2032, üblicherweise im Mai. Der Jahrgang 2026 lief vom 7. bis 13. Mai über sieben Tage in den Hallen 1 bis 17, ergänzt um eine temporäre Halle für die parallele Zulieferermesse components. Den genauen Termin und die Hallenbelegung des kommenden Jahrgangs veröffentlicht die Messegesellschaft rechtzeitig, einen Überblick über Ihre Saison bietet unser Messekalender.
Sortiert ist das Gelände nach Zielbranchen und Prozessstufen. Nahrungsmittel, Getränke, Süß- und Backwaren, Pharma, Kosmetik, Non-Food-Konsumgüter und Industriegüter haben jeweils ihren Bereich, dazu kommt die Kette von der Verarbeitung über Abfüllung und Verpackung bis zu Kennzeichnung, Inspektion und Verpackungsmittelherstellung. Vor Ihrem Stand stehen deshalb Produktionsleiter, Verpackungsentwicklerinnen, Instandhalter, Einkäufer und Markenverantwortliche nebeneinander.
Die Leitthemen der letzten Ausgabe zeigen, wohin die Branche blickt: Smart Manufacturing mit datengetriebener Produktion, innovative Materialien samt Design for Recycling und Future Skills. Alle drei leben von Software, Daten und Prozessen. Digitale Elemente am Stand werden damit selbst zum Teil des Exponats.
Zeitlupe zeigt, was im Sekundentakt geschieht
Eine Siegelbacke schließt, eine Folie legt sich um das Produkt, ein Etikett trifft die Flasche. Im laufenden Betrieb bleibt davon für das Auge eine einzige flüssige Bewegung.
Hochgeschwindigkeitsaufnahmen drehen dieses Verhältnis um. In der Zeitlupe wird sichtbar, wie sauber die Naht entsteht, wie ruhig die Übergabe läuft, wie präzise der Greifer ansetzt. Genau das ist Ihr Argument, und der Bildschirm ist der einzige Ort, an dem es sich erzählen lässt.
Makroaufnahmen ergänzen den Blick von außen um den Blick von innen. Eine Kamerafahrt entlang des Produktstroms, eine Schnittdarstellung der Formatgarnitur, eine Animation des Hygienedesigns an Stellen, die im Betrieb verdeckt bleiben: Solche Bilder beantworten die Fragen, die ein Instandhalter ohnehin stellt.
Ein stiller Aufbau zahlt sich hier aus. Die Halle ist laut, deshalb trägt Bewegtbild am weitesten, wenn es ohne Ton funktioniert und mit klaren Bildunterschriften in zwei Sprachen arbeitet.
Die vollständige Linie ist größer als jede Standfläche
Auf Ihrem Stand steht ein Modul, im Werk des Kunden läuft eine Linie über dreißig Meter und mehr. Digitale Elemente schließen diese Lücke.
Ein 3D-Modell der Gesamtanlage lässt sich am Touchscreen Station für Station abschreiten, mit Datenblatt an jeder Position. 360-Grad-Aufnahmen aus einer realisierten Anlage zeigen die Umgebung, in der Ihre Technik arbeitet, samt Zuführung und Palettierung. Eine Live-Schaltung in ein laufendes Werk ist überall dort möglich, wo der Betreiber zustimmt und die Verbindung vorher getestet wurde.
Ein Konfigurator geht einen Schritt weiter. Der Besucher wählt Produktformat, Leistungsbereich und Verpackungsart, und der Bildschirm zeigt die passende Maschinenkonfiguration. Aus dem Vortrag wird ein Gespräch, und Ihr Vertrieb sieht sofort, worum es dem Gegenüber geht.
Daten, die am Stand selbst entstehen
Ein laufendes Demomodul erzeugt Zahlen, und diese Zahlen wiegen schwerer als jede Folie, weil die Maschine daneben steht. Ein Dashboard über der Anlage zeigt Takt, Verfügbarkeit, Ausschussquote und Energieaufnahme aus der letzten Betriebsstunde.
Besonders gut funktioniert der Formatwechsel als angekündigte Vorführung. Ein Zähler läuft auf dem Bildschirm mit, das Team wechselt die Garnitur, der erreichte Wert bleibt anschließend stehen. Solche Momente sammeln Publikum und schaffen Gesprächsanlässe für den Rest des Tages.
Ergänzend hilft ein Tablet mit Augmented-Reality-Ansicht. Auf die Maschine gerichtet, blendet es Wartungspunkte, Verschleißteile und Reinigungswege ein.
Für die Nachbereitung genügt ein QR-Code am Exponat. Der Besucher ruft die Unterlagen selbst ab und entscheidet dabei, ob er seine Kontaktdaten hinterlässt und weitere Informationen erhalten möchte. So bleibt die Leaderfassung freiwillig und dokumentiert, und Ihr Team behält die Hände frei für das Gespräch.
Sieben Tage Dauerbetrieb: Technik, die durchhält
Medientechnik gehört früh in die Standplanung, weil sie die Konstruktion beeinflusst. Kabelwege verschwinden im Rahmenprofil, Player und Rechner bekommen einen belüfteten Platz im Lagerraum, Halterungen und Abhängungen folgen den Technischen Richtlinien der Messe Düsseldorf und gehören in die Standbaugenehmigung. Maßgeblich sind stets die Vorgaben der Messegesellschaft für den jeweiligen Jahrgang.
Der Anschlusswert wächst mit jeder LED-Fläche und jedem Rechner, und Wärme entsteht gleich mit. Beides melden Sie früh beim Veranstalter an, dann bleibt das Klima im Besprechungsbereich angenehm.
Sieben Tage sind lang. In den Verpackungshallen liegt Staub aus Papier, Folie und Produkt in der Luft, Verkostungen bringen Feuchtigkeit dazu. Ein täglicher Reinigungsgang über die Displayflächen, ein Ersatzgerät im Lager und ein Player, der die Dateien lokal vorhält, halten den Betrieb ruhig. Standbau, Grafik und Medientechnik greifen an dieser Stelle unmittelbar ineinander.
Der Stand zeigt das Modul, der Bildschirm zeigt die Fabrik
Der Abstand von drei Jahren spricht dafür, Medien als Bestand zu behandeln. Filme, Animationen, 3D-Modelle und Konfigurator lassen sich in Bausteine zerlegen, die anschließend auf Hausmessen, im Vertrieb und auf kleineren Fachmessen weiterarbeiten. Auch LED-Kacheln, Rahmen und Halterungen wandern nach Düsseldorf zurück ins Lager und stehen beim nächsten Auftritt bereit.
So wird aus einem Messeauftritt eine Bibliothek, die Ihren Vertrieb das ganze Jahr trägt. Beispiele aus abgeschlossenen Projekten finden Sie in unseren Messebau-Referenzen. Wenn Sie Ihren Auftritt in Düsseldorf vorbereiten, sprechen wir gern über Standfläche, Medienkonzept und Zeitplan: Messestand anfragen.