Wie entsteht eigentlich ein Messestand, bevor er auf dem Hallenboden steht? Zwischen der ersten Idee und dem fertig aufgebauten Stand liegt ein strukturierter Planungsprozess, an dessen Ende ein realistisches dreidimensionales Bild Ihres Standes steht. Dieses Bild, die sogenannte Messestand 3D-Visualisierung, zeigt Ihnen den geplanten Auftritt am Bildschirm, lange bevor das erste Bauteil produziert wird. In diesem Beitrag erklaeren wir den Weg von der ersten Zieldefinition bis zur Freigabe der Planung Schritt fuer Schritt, damit Sie wissen, was in welcher Phase passiert und was Sie selbst dazu beitragen.
Der Anfang: Briefing und Zieldefinition
Am Beginn steht das Briefing. Ein Briefing ist die gemeinsame Klaerung dessen, was der Stand leisten soll, und bildet die Grundlage fuer alle weiteren Schritte. In diesem ersten Gespraech geht es weniger um Optik als um Ziele. Wollen Sie vor allem Aufmerksamkeit erzeugen, Bestandskunden empfangen, Produkte vorfuehren oder neue Kontakte gewinnen? Aus der Antwort ergibt sich, wie viel offene Flaeche, wie viele Besprechungsplaetze und wie viel Praesentationsraum der Stand braucht.
Zur Zieldefinition gehoert auch die Frage nach der Messe selbst. Eine Fachmesse mit langen Beratungsgespraechen stellt andere Anforderungen als eine publikumsstarke Konsummesse. Ebenso spielt die Standform eine Rolle, also ob es sich um einen Reihenstand mit einer offenen Seite, einen Eckstand, einen Kopfstand oder einen frei zugaenglichen Inselstand handelt. Diese Rahmenbedingungen legen fest, aus welcher Richtung Ihre Besucher kommen und wo die Blickfaenge sitzen muessen. Bei der Trendsetzerei begleitet Sie von diesem ersten Gespraech an ein fester Ansprechpartner, der das Projekt ueber alle Phasen hinweg kennt.
Was Sie als Aussteller liefern
Damit aus dem Briefing ein belastbares Konzept werden kann, braucht das Planungsteam einige Grundlagen von Ihnen. Je vollstaendiger diese Angaben zu Beginn vorliegen, desto zielgerichteter faellt der erste Entwurf aus und desto weniger Korrekturschleifen sind spaeter noetig. In der Praxis sind vor allem diese Punkte hilfreich:
- Logo und Corporate Design: Ihr Logo in guter Qualitaet sowie Angaben zu Hausfarben und Schriften, damit der Stand zur Marke passt.
- Exponate und Inhalte: Welche Produkte, Modelle oder Medien gezeigt werden, mit Groesse und Gewicht, denn davon haengen Podeste, Vitrinen und Bildschirmflaechen ab.
- Standmasse und Grundriss: Die gebuchte Flaeche mit Abmessungen, Position in der Halle und Lage der offenen Seiten, idealerweise der Hallenplan des Veranstalters.
- Budgetrahmen: Eine ehrliche Orientierung, in welchem Rahmen sich das Projekt bewegen soll, damit der Entwurf von Anfang an realistisch bleibt.
- Ziele und Ablauf am Stand: Wie viele Gespraeche parallel laufen sollen, ob es einen Cateringbereich braucht und wie Ihr Team den Stand nutzt.
Fehlt eine dieser Angaben, ist das kein Hindernis. Vieles laesst sich im Gespraech gemeinsam erarbeiten. Wichtig ist nur, dass die Annahmen frueh auf dem Tisch liegen, weil spaetere Aenderungen an Flaeche, Zielen oder Exponaten den groessten Einfluss auf die Planung haben.
Vom Konzept zum Standdesign
Auf Basis von Briefing und Ihren Unterlagen entsteht das Konzept. Zunaechst wird die Flaeche gedanklich in Zonen aufgeteilt, etwa in einen offenen Empfangsbereich, eine Praesentationsflaeche fuer die Exponate, Besprechungsplaetze und bei Bedarf einen abschliessbaren Lager- oder Kuechenraum. Diese Aufteilung wird oft zuerst als einfache Standskizze oder Grundriss festgehalten, also als massstaeblicher Plan von oben, der die Wege der Besucher und die Anordnung der Bereiche zeigt.
Erst danach kommt die Gestaltung ins Spiel. Hier werden Materialien, Farben, Beleuchtung und die Platzierung von Logo und Botschaften festgelegt. Die Trendsetzerei plant modular auf Basis eines Aluminium-Systems, das sich mit textilen Bespannungen und LED-Flaechen kombinieren laesst. Das hat einen praktischen Vorteil, denn viele Bauteile lassen sich fuer spaetere Messen wiederverwenden, und die Gestaltung bleibt trotzdem individuell. Wenn Sie tiefer verstehen moechten, wie aus einer Idee ein gestalteter Stand wird, finden Sie dazu weitere Einblicke auf unserer Seite zum Messestand-Design.
Die 3D-Visualisierung als Freigabe- und Entscheidungshilfe
Steht das Design in seinen Grundzuegen, wird der Stand am Computer dreidimensional aufgebaut. Aus diesem digitalen Modell entstehen die Renderings. Ein Rendering ist ein am Rechner berechnetes, fotorealistisches Bild, das den Stand mit Licht, Materialien und Texturen so zeigt, wie er spaeter in der Halle wirken soll. Genau hier wird die Messestand 3D-Visualisierung zum wichtigsten Werkzeug im gesamten Ablauf, weil sie abstrakte Plaene in ein anschauliches Bild uebersetzt.
Fuer Sie als Aussteller ist das eine echte Entscheidungshilfe. Sie sehen aus verschiedenen Blickwinkeln, wie hoch die Rueckwand wirkt, ob das Logo aus der Besucherperspektive gut lesbar ist, wie die Beleuchtung die Exponate in Szene setzt und ob die Besprechungsplaetze genug Raum haben. Was auf einem flachen Plan schwer vorstellbar ist, wird im dreidimensionalen Bild sofort greifbar. Auch intern hilft die Visualisierung, weil Sie den geplanten Auftritt Kolleginnen und Kollegen oder der Geschaeftsfuehrung zeigen koennen, ohne technisches Vorwissen vorauszusetzen. Wie ein solcher Stand am Ende auf einer konkreten Messe aussehen kann, zeigen unsere Ratgeber zu einzelnen Veranstaltungen, etwa zum Messestand fuer die Ambiente in Frankfurt oder zum Messestand fuer die Eurobike.
Freigabe, Korrekturschleifen und Uebergang in die Produktion
Die Visualisierung ist zugleich die Grundlage fuer die Freigabe. In einer oder mehreren Abstimmungsrunden schauen Sie sich die Renderings an und geben Rueckmeldung. Vielleicht soll der Empfangstresen an eine andere Stelle, die Farbe eines Elements angepasst oder eine zusaetzliche Sitzgelegenheit ergaenzt werden. Solche Wuensche fliessen in eine ueberarbeitete Version ein, die Sie erneut sehen. Diese Korrekturschleifen sind ausdruecklich Teil des Prozesses, denn Aenderungen am Bildschirm sind einfach und guenstig, waehrend Aenderungen am fertig gebauten Stand aufwendig waeren.
Wenn alle Punkte geklaert sind, erteilen Sie die finale Freigabe. Damit endet die Gestaltungsphase und der Stand geht in die Produktion. Aus dem freigegebenen 3D-Modell werden die technischen Plaene und Stuecklisten abgeleitet, nach denen die Bauteile gefertigt werden. Parallel kuemmert sich das Team um die organisatorischen Pflichten, etwa um bemasste Standplaene fuer die Standbaugenehmigung des Veranstalters. Welche Fristen und Bauhoehen dabei gelten, legen die Technischen Richtlinien der jeweiligen Messe fest, die von Veranstaltung zu Veranstaltung unterschiedlich sein koennen. Weil bei der Trendsetzerei Konzept, Produktion und Montage von einem Team kommen, geht der freigegebene Entwurf ohne Reibungsverluste an die eigene Werkstatt ueber. Wann Sie mit welchem Schritt beginnen sollten, damit dieser Ablauf entspannt bleibt, haben wir im Ratgeber zum Zeitplan fuer Ihren Messeauftritt zusammengefasst.
Fazit
Ein Messestand entsteht nicht in einem einzigen Schritt, sondern in einer klaren Abfolge: Briefing und Ziele, Ihre Unterlagen, Konzept und Design, die 3D-Visualisierung zur Freigabe und schliesslich der Uebergang in die Produktion. Die Visualisierung nimmt dabei die Unsicherheit, weil Sie Ihren Stand sehen und pruefen koennen, bevor er real wird. Wenn Sie einen Messeauftritt planen und diesen Weg gemeinsam gehen moechten, erreichen Sie uns telefonisch unter 069 201 65 001 oder per E-Mail an info@dietrendsetzerei.de.