Laufende Verpackungslinien neben Regalen voller Packstoffmuster, Etikettendrucker neben Palettierrobotern, Kartonagen neben Folien und Verschlüssen: Die FachPack in Nürnberg zeigt eine Branche, deren Exponate von der Handmusterkarte bis zur mehrere Tonnen schweren Maschine reichen. Rund 1.400 Aussteller verteilen sich dabei über elf Hallen. Was Sie zeigen, entscheidet hier stärker als anderswo über den Zuschnitt Ihrer Fläche.
Vier Schwerpunkte, elf Hallen und ein klarer Auftrag an den Grundriss
Die NürnbergMesse gliedert die FachPack in die Bereiche Verpackung, Technik, Veredelung und Logistik. Der Bereich Verpackung unterteilt sich weiter in Packstoffe, Packmittel und Packhilfsmittel und belegt mehrere Hallen. Als Fachbesucher kommen Verantwortliche aus Lebensmitteln, Getränken, Pharma, Kosmetik, Chemie, Medizintechnik sowie aus Konsum- und Industriegütern. Die aktuelle Hallenbelegung und die verbindlichen Termine stehen im Hallenplan und den Ausstellerunterlagen der jeweiligen Ausgabe.
Für die Standplanung hat diese Ordnung eine angenehme Nebenwirkung: Sie wissen ziemlich genau, mit welcher Erwartung ein Gast in Ihre Halle kommt. Wer Packmittel sucht, will vergleichen, anfassen und Muster mitnehmen. Wer Maschinen sucht, will eine Anlage laufen sehen. Genau daraus ergibt sich die passende Standform.
Reihenstand: eine offene Seite mit klarer Botschaft
Der Reihenstand liegt mit einer offenen Seite am Gang und hat drei geschlossene Wände. Für Anbieter von Packstoffen, Packmitteln und Packhilfsmitteln ist er häufig die wirtschaftlichste Wahl, weil die Rückwand zur großen Musterwand wird: Faltschachteln, Folien, Etiketten oder Verschlüsse lassen sich in Regalrastern sortiert zeigen, und der Gast erfasst das Sortiment in einem Blick.
Die Kunst liegt in der offenen Kante. Sie hat wenige Sekunden Zeit, um Branche und Nutzen zu vermitteln. Eine große, ruhige Grafik oben und ein einziges hervorgehobenes Exponat auf Augenhöhe leisten hier mehr als eine volle Auslage. Ein Reihenstand eignet sich außerdem gut für den ersten Auftritt auf der FachPack, weil sich Fläche und Budget übersichtlich halten lassen. Eine Einordnung der Kostentreiber finden Sie unter Messestand Kosten.
Eckstand: zwei Gänge, zwei Gelegenheiten
Der Eckstand öffnet sich zu zwei Gängen und liegt damit an einer Kreuzung der Besucherströme. Für Aussteller mit einer kleineren Maschine ist das oft der Wendepunkt: Die Ecke selbst wird zur Bühne, das Exponat läuft von zwei Seiten sichtbar, und die verbleibenden zwei Wände nehmen Musterlager, Garderobe und eine kleine Besprechungsnische auf.
Wichtig ist die Zuordnung der beiden Seiten. Bewährt hat sich, eine Seite der Demonstration zu widmen und die andere dem Gespräch. So stören sich Publikumsandrang und Fachgespräch gegenseitig kaum, und Ihr Team behält beide Zugänge im Blick.
Kopfstand: drei Seiten Blickachse für die mittlere Anlage
Der Kopfstand schließt eine Standreihe ab und öffnet sich zu drei Gängen. Auf der FachPack spielt er seine Stärke bei Anlagen mittlerer Größe aus, etwa einer Kartonaufrichte-, Etikettier- oder Verschließstation, die aus jeder Richtung sichtbar arbeitet. Rundum freie Sicht auf ein laufendes Exponat erzeugt genau die Anziehung, von der Maschinenanbieter leben.
Der Preis dafür ist genau eine verbleibende Wand. Lager, Technikschrank und Rückzugsraum wandern deshalb in eine eingestellte Kabine, die zugleich als Träger für Grafik und Monitore dient. Planen Sie diese Kabine früh ein, denn sie bestimmt die Laufwege um die Maschine herum.
Inselstand: der Rundgang um die komplette Linie
Wer eine vollständige Verpackungslinie mit Zuführung, Verpackungsprozess und Auslauf zeigt, kommt beim Inselstand an. Vier offene Seiten erlauben es, den Materialfluss als Rundgang zu inszenieren: Der Gast folgt dem Produkt vom Einlauf bis zur fertigen Palette und versteht den Prozess ohne viele Worte.
Drei Punkte verdienen dabei besondere Aufmerksamkeit. Erstens die Wegeführung: Ein klar markierter Rundweg mit Sicherheitsabstand zur Anlage hält den Besucherstrom in Bewegung. Zweitens die Beschriftung: Ohne Rückwand übernehmen ein Deckenelement, ein Turm oder eine Abhängung die Fernwirkung, wobei Abhängungen über die Messegesellschaft laufen und eine frühe Anmeldung verdienen. Drittens die Akustik: Laufende Anlagen erzeugen Geräusch, weshalb sich ein akustisch beruhigter Besprechungsraum in der Standmitte anbietet.
Von der Nutzung zur Form: die Reihenfolge der Entscheidung
In der Praxis entsteht die passende Standform aus vier Fragen, die vor der Flächenbuchung beantwortet werden.
- Was läuft? Ein bewegtes Exponat verlangt Sichtbarkeit von mehreren Seiten sowie Angaben zu Bodenlast, Strom und häufig Druckluft.
- Wie viel Muster? Sortimentsbreite braucht Wandfläche, also eher Reihe oder Ecke.
- Wie viele Termine? Vereinbarte Gespräche brauchen Sitzplätze und Ruhe, was den Anteil geschlossener Fläche erhöht.
- Wie oft stellen Sie aus? Ein modularer Systemstand lässt sich in der nächsten Ausgabe in einer anderen Standform neu zusammensetzen und wandert dazwischen ins Lager.
Erst danach folgt das Gespräch über Quadratmeter. Beispiele für Umsetzungen in unterschiedlichen Standformen zeigen unsere Referenzen. Für Sonderaufbauten, Überbauungen und zweigeschossige Lösungen gelten zusätzlich die Technischen Richtlinien der NürnbergMesse samt Genehmigungsfristen.
Die Form, die zu Ihrem Exponat passt
Auf der FachPack folgt die Standform der Aufgabe: Musterwand und klare Kante im Reihenstand, Bühne an der Kreuzung im Eckstand, Rundumsicht im Kopfstand, erlebbarer Materialfluss im Inselstand. Wer diese Entscheidung vom Exponat her denkt, holt aus derselben Fläche spürbar mehr Wirkung heraus.
Gern schauen wir uns Ihre Wunschfläche gemeinsam an und entwickeln daraus einen Grundriss. Eine kurze Anfrage reicht für den Anfang.