Alle zwei Jahre versammelt die Interzoo in Nürnberg die Heimtierbranche der ganzen Welt, und zwar als reine Fachmesse für den Handel. Für den ersten eigenen Auftritt spricht das für einen überschaubaren Einstieg mit klarer Auswahl. Wie viel Wirkung eine kompakte Fläche entfaltet, entscheidet sich dabei lange vor dem Aufbau.

Eine Weltleitmesse, die vom Fachhandel lebt

Die Interzoo findet im Zweijahresrhythmus im Mai auf dem Gelände der NürnbergMesse statt. Der nächste Termin liegt im Mai 2028, danach folgen 2030 und 2032. Für die Ausgabe 2026 meldeten die Veranstalter rund 2.400 Aussteller aus etwa 70 Ländern auf ungefähr 150.000 Quadratmetern in 15 Hallen; zur Ausgabe davor kamen rund 39.000 Fachbesucher aus mehr als 130 Ländern. Ausgerichtet wird die Messe von der WZF im Auftrag des ZZF.

Das Angebot deckt die gesamte Breite des Heimtierbedarfs ab: Aquaristik, Terraristik, Artikel für Hunde, Katzen, Kleintiere, Nager und Ziervögel, Gartenteich, Angel- und Pferdesport, Petfood-Technologie, Ladeneinrichtung, Verpackung und Fachliteratur.

Ein Merkmal prägt die Standplanung besonders: Die Interzoo ist eine Fachmesse für Bedarfsartikel. Wer Heimtiere zeigen möchte, meldet die Präsentation vorab beim Veranstalter an und richtet sie nach den in Deutschland geltenden Vorgaben des Tierschutzes aus. Für die allermeisten Aussteller heißt das: Produkt, Verpackung und Regalauftritt tragen den Stand ganz allein.

Zuerst das Segment, dann die Quadratmeter

15 Hallen sortieren die Branche nach Sortimenten. Einkäufer planen ihren Rundgang entlang dieser Segmente, oft mit einer Terminliste im Gepäck und einem straffen Zeitplan. Für einen Erstaussteller wiegt die Zuordnung zur passenden Halle daher schwerer als jeder zusätzliche Quadratmeter.

Fragen Sie beim Veranstalter früh nach der Segmentzuordnung, nach benachbarten Ausstellern und nach der Lage zu den Hauptgängen. Ein Platz nahe einer stark begangenen Achse bringt einer kleinen Fläche mehr als eine größere Fläche in einer Randlage. Ein Eckstand mit zwei offenen Seiten verdoppelt zudem die Sichtbarkeit, ohne dass die Fläche wächst.

Das Gelände der NürnbergMesse öffnet zur Interzoo mehrere Eingänge, und die Besucherströme verteilen sich entsprechend. Wer weiß, über welchen Eingang die Einkäufer seines Segments hereinkommen, versteht die Laufrichtung vor der eigenen Fläche und richtet Theke, Regalwand und Gesprächsplatz danach aus.

Die technischen Anforderungen gehören in dieselbe frühe Runde. Aquaristik braucht Wasser und Abfluss, Petfood-Technologie kräftige Stromanschlüsse, Ladeneinrichtung ausreichend Platz bei der Anlieferung. Diese Leistungen bestellt der Aussteller direkt beim Veranstalter, jeweils bis zu den Fristen im Serviceportal.

Vier Dinge, die auf die Einstiegsfläche gehören

Eine kompakte Fläche trägt vier Elemente souverän, und die Reihenfolge zählt.

Erstens eine Produktgeschichte statt eines Gesamtsortiments. Eine Linie, vollständig gezeigt und sauber erklärt, bleibt im Kopf; ein Querschnitt durch alles verliert sich zwischen 2.400 Ausstellern. Zweitens ein Tisch mit zwei bis vier Plätzen, denn im Zoofachhandel entstehen Aufträge im Sitzen. Drittens ein abschließbarer Stauraum: Musterkartons, Kataloge, Preislisten und persönliche Sachen brauchen einen festen Platz, sonst stapelt sich das Material sichtbar hinter der Theke. Viertens gutes Licht auf der Ware, weil Verpackungen von gerichteter Beleuchtung deutlich profitieren.

Die Theke übernimmt dabei zwei Rollen: Empfang und Orderplatz. Ein Systemstand aus Aluminiumrahmen bildet dieses Programm auf kleiner Fläche sauber ab und lässt sich später erweitern, weil die Rahmen einem festen Raster folgen. Für einen ersten Auftritt hält die Mietvariante die Investition kalkulierbar; die Unterschiede beschreiben wir unter Messestand mieten, die Posten dahinter unter Messestand Kosten.

Die Verpackung ist Ihr Exponat

Im Zoofachhandel verkauft die Verpackung. Sie steht im Regal, konkurriert mit Nachbarprodukten und wirkt aus rund anderthalb Metern Entfernung. Genau diese Situation bildet ein guter Interzoo-Stand nach.

Bauen Sie deshalb ein Regal wie im Markt: gleiche Fachhöhen, gleiche Blickachse, echte Verkaufsverpackungen. Einkäufer erkennen sofort, wie Ihr Produkt in ihrem Laden aussieht, und die Frage nach Facings, Umkarton und Aufsteller ergibt sich von selbst. Eine zusätzliche Wand mit vergrößerten Motiven zeigt Material und Details, die im Regal klein bleiben.

Preise und Konditionen gehören in die Mappe, die Wand bleibt der Ware vorbehalten. Verkostungen und Vorführungen planen Sie mit Hygienekonzept und einem festen Platz für Reste und Rückläufer.

Auch das Standteam gehört in die Planung. Zwei eingearbeitete Personen tragen eine kleine Fläche über vier Tage, sofern Pausen und Termine vorher abgestimmt sind. Ein Musterlager im Hintergrund sorgt dafür, dass die Regalwand an allen Tagen vollständig aussieht.

Kontakte halten Sie einwilligungsbasiert fest: Visitenkarte oder Formular mit klarem Hinweis, wofür Sie die Daten nutzen, dazu zwei Stichworte zum Gesprächsinhalt. Nach vier Messetagen ist genau diese Notiz Gold wert, denn Namen verblassen schneller als Sortimentswünsche.

Der zweite Auftritt beginnt beim ersten

Der Zweijahresrhythmus verändert den Blick auf die Premiere. Was Sie 2028 aufbauen, ist die Grundlage für 2030: Einkäufer merken sich Halle und Position, und ein wiedererkennbarer Stand verkürzt jedes Wiedersehen um mehrere Minuten Erklärung.

Ein modularer Kern macht das Wachstum leicht. Dieselben Rahmen tragen beim nächsten Mal eine größere Fläche, während Grafik und Sortiment neu bespielt werden. Die kommenden Jahrgänge und weitere Branchentermine finden Sie in unserem Messekalender.

Wenn Sie Ihren ersten Interzoo-Auftritt vorbereiten, schauen wir gern gemeinsam auf Segment, Fläche und Kernmodule, bevor die Anmeldung herausgeht.